PROJEKTE

Die WirtschaftsWoche richtet einen Projektwettbewerb aus, an dem sich Beratungsunternehmen beteiligen können, die einen Beratungsumsatz von mindestens 5 Mio. € p.a. im Durchschnitt der letzten drei Jahre erzielt haben. Die Anforderung des Mindestumsatzes soll sicherstellen, dass die mit der Projekteinreichung beworbene Beratungsleistung auch in Zukunft von potenziellen Klienten bezogen werden kann. Ist dies auch bei einem geringeren Umsatz gesichert, kann das Projekt auf Antrag beim wissenschaftlichen Begleiter zugelassen werden.

Ein Beratungsunternehmen kann jeweils ein Projekt in bis zu drei Kategorien einreichen. Sofern das Projekt bereits abgeschlossen wurde, darf dies nicht früher als im zweiten vorangegangenen Kalenderjahr geschehen sein.

Beispielsweise für den BoC 2018 nicht früher als 1. Januar 2016. Entweder der Schwerpunkt der Beratungsaktivitäten des Projektes oder der Sitz der operativen Projektleitung auf Beraterseite oder beide müssen sich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz befinden.

Die Vergütung sollte sich in einem weit interpretierten Rahmen des Marktüblichen bewegen.

Pro Bono Projekte sind Projekte, die nicht oder deutlich unter Marktpreis vergütet werden. Sie sind als solche zu kennzeichnen.

Zusätzlich zu dem eben beschriebenen Projektwettbewerb richtet die WirtschaftsWoche unter ansonsten gleichen Bedingungen einen weiteren Projektwettbewerb für Beratungsunternehmen mit Beratungsumsätzen von 500.000 € bis zu 10.000.000 € p.a. im Durchschnitt der letzten drei Jahre aus – den Best of Consulting Mittelstand. Ein Beratungsunternehmen, das die Voraussetzungen für beide Wettbewerbe erfüllt, kann nur an einem teilnehmen.

Es können Beratungsprojekte in den folgenden Kategorien eingereicht werden:

  • Wettbewerbsstrategie
  • Innovation und Wachstum
  • Restrukturierung
  • Supply-Chain-Management
  • Operational Excellence
  • Public Sector & Nachhaltigkeit
  • Finanz- und Risikomanagement und M&A
  • Marketing & Organisation
  • Digitalisierung
  • IT-Management

Der Einreicher eines Projektes gibt die gewünschte Kategorie an. Das Beratungsunternehmen kann maximal in drei der oben aufgelisteten Kategorien unterschiedliche Projekte einreichen. Ausgenommen von dieser Regel ist eine Teilnahme am Sonderpreis Pro Bono, diese kann zusätzlich zu den drei Einreichungen erfolgen.

Die WirtschaftsWoche behält sich vor, das Projekt einer anderen Kategorie zuzuordnen. Sie benachrichtigt den Einreicher zeitnah über eine solche Änderung. Der Einreicher kann seine Einreichung jederzeit zurückziehen.

BEWERTUNGEN

Nach Vorauswahl, Begutachtung und Bewertung der Projekte legt ein aus akademischen Fachvertretern bestehender Fachbeirat der Jury Projektbeschreibungen und Kundenbefragungen jeweils drei Projekte in jeder Kategorie vor.

Die Jury umfasst einen Chefredakteur der Wirtschaftswoche, den wissenschaftlichen Begleiter und mehrere beratungserfahrene Entscheidungsträger bedeutender deutscher Unternehmen, deren Kompetenzen den Bezug von Beratungsleistungen umfassen.

Im Rahmen des Best of Consulting Mittelstand ist für die Nominierung ein gesonderter Fachbeirat aus akademischen Fachvertretern mit Schwerpunkt auf mittelständischen Unternehmen zuständig, für die Bewertung eine gesonderte Jury aus mittelstandsaffinen Entscheidungsträgern bedeutender deutscher Unternehmen, deren Kompetenzen den Bezug von Beratungsleistungen umfassen.

Juroren von Fachbeirat und Jury bewerten zunächst den Kundennutzen der Projekte nach folgenden Kriterien auf einer Skala von 0 bis 4:

  • Technische Dimension: Kreativität, Analytischer Beitrag, Methodischer Beitrag, Markt- und Branchenkenntnisse.
  • Kommunikative Dimension: Ansehen, Vernetzung, Moderation, Teamfähigkeit, Projektmanagement.
  • Realitätswirkung: Wirkung auf Betriebsergebnis, Umsetzbarkeit und eigener Umsetzungsbeitrag, Tragweite.
  • Kundenzufriedenheit.

Weiter legt jedes Jurymitglied seine Bewertung die Gewichtung der Kriterien für jedes Projekt einzeln fest und bildet so seine Note für das Projekt. Der Durchschnitt der derart gebildeten Projektnoten aller Jurymitglieder ergibt die Gesamtnote des Projektes.

Für den Sonderpreis Pro Bono bewertet die Jury einen umfassenderen, gesamtwirtschaftlichen oder am Gemeinwohl orientierten Nutzen. Für einen solchen gesamtwirtschaftlichen Nutzen ist allein der abgeschätzte Nutzen insgesamt entscheidend, nicht seine Kommerzialisierung und wem er zuwächst, also insbesondere nicht, inwieweit ihn der Klient realisiert. Wie sich aus dem unten dargestellten Kriterium des Nutzenpotenzials ergibt, ist der durch das Projekt selbst realisierte Nutzen zwar vorwiegend relevant, aber nicht allein entscheidend: Auch weitere abzusehende Folgeeffekte eines Projektes können von Bedeutung sein.

Die Bewertung geschieht wie beim Kundennutzen ebenfalls mit Werten von 0 bis 4 und mit jurorindividueller Gewichtung, aber nach den folgenden Kriterien:

  • Technische Dimension: Wie für den Kundennutzen, jedoch sollte insofern ein Mindestmaß an Spezifität der in das Projekt eingebrachten Ressourcen des Beraters gegeben sein, dass dieser seine Kompetenz als Berater einbringen sollte.
  • Wirkungsumfang: Tatsächliche Wirkungsbreite (Zahl betroffener Personen oder Prozessen in der Herstellung einer Leistung; dem betreffenden Unternehmen oder anderer leistenden Einheit; dem Wettbewerbsmarkt; oder den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsstufen) und tatsächliche Wirkungsintensität (Stärke der Veränderung bei jeder einzelnen Person oder Prozess).
  • Nutzenpotenzial: Potenzieller Nutzen des potenziellen Wirkungsumfanges von Problemdefinition, Lösungskonzept und gedachter Lösungsumsetzung.
  • Nutzenrealisierung: Tatsächlich erzielter Nutzen der tatsächlichen Wirkungsbreite und –intensität.

Für sämtliche Preise bedarf es sowohl zur Nominierung durch den Fachbeirat als auch zur Auszeichnung durch die Jury einer Durchschnittsnote von mindestens 2,0.

RANKINGS

Die Rankings ergeben sich aus den oben erläuterten Durchschnittsbewertungen der Jury. Für „Best of Consulting“ sowie für „Best of Consulting Mittelstand“, ergeben sich so die Top 3 Projekte in jeder Kategorie. Auf den hierfür verliehenen Siegeln werden die drei Plätze als „1.Platz“, „Exzellent“, und „Prämiert“ bezeichnet.

Darüber hinaus kann die WirtschaftsWoche für jene Projekte, die vom Fachbeirat mit mehr als 2,0 bewertet wurden und nicht unter die Top 3 fallen , das Siegel „Qualifizert“ verleihen.